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inleiding

Der niederländische Transport- und Logistiksektor ist seit jeher ein großer und starker Wirtschaftszweig. Mit über 12.000 Transportunternehmen, die mehr als 140.000 Menschen Beschäftigung bieten, ist er ein bedeutender Sektor, der für das Funktionieren unserer nationalen Wirtschaft unverzichtbar ist. Darüber hinaus ist die Branche stark international ausgerichtet. 

Die für den Sektor geltenden Gesetze und Vorschriften werden zum Teil in Brüssel festgelegt. Diese Gesetze und Vorschriften sollen unter anderem gleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb der EU gewährleisten, Garantien im Bereich der Arbeitsbedingungen bieten und die Sicherheit fördern. Beispiele hierfür sind die Vorschriften über den Marktzugang, Kabotage, Ausbildung, Lenk- und Ruhezeiten, Beförderung gefährlicher Güter und die

Entsenderichtlinie

Seit geraumer Zeit wird über die Wirksamkeit dieser Rechtsvorschriften und die unzureichende Durchsetzung (unter anderem aufgrund von Sparmaßnahmen) diskutiert. TLN ist der Ansicht, dass die Kombination aus unklaren Rechtsvorschriften, mangelnder Durchsetzung und zunehmendem internationalen Wettbewerb, insbesondere bei den Lohnkosten, zu einer unerwünschten Situation im Transport- und Logistiksektor führt. Dies wurde durch die Erweiterung der EU in den letzten Jahren noch verstärkt. Die zuvor genannten Ziele – gleiche Wettbewerbsbedingungen, faire und gleiche Arbeitsbedingungen und -bedingungen sowie Sicherheit – sind dadurch ernsthaft gefährdet.

Politik

In der vergangenen Zeit hat TLN regelmäßig seine Bedenken gegenüber der Politik zum Ausdruck gebracht. So wurde beispielsweise im November dem niederländischen Parlament eine Petition vorgelegt, in der TLN klare Regeln, vor allem aber auch eine bessere Durchsetzung der Regeln (u. a. im Bereich Kabotage) fordert. Mittlerweile steht TLN auch im Dialog mit den Ministern Asscher (Soziales und Arbeit) und Schultz van Haegen (Infrastruktur und Umwelt). In allen Gesprächen geht es darum, dass TLN der Meinung ist, dass es in einer professionellen niederländischen und europäischen Branche keinen Raum für eine freie Auslegung der einschlägigen Vorschriften geben darf, die unter anderem zu unlauterem Wettbewerb, Druck auf die niederländischen Arbeitsbedingungen und dem Verlust niederländischer Arbeitsplätze führen kann. TLN möchte einen gesunden und fairen Transportmarkt erreichen.

Lobbyerfolg TLN: Aufschub der Kabotagefreiheit – kluge Entscheidung von Minister Schultz

TLN hat sich in den letzten Monaten stark dafür eingesetzt, eine Ausweitung der Kabotage vorläufig zu verschieben. In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist nach Ansicht von TLN jede Unterstützung für Transportunternehmen dringend erforderlich. Eine vollständige Liberalisierung der Kabotage würde derzeit zu einer Störung des niederländischen Binnenmarktes führen. Insbesondere Transportunternehmen aus den ehemaligen osteuropäischen Ländern können dank deutlich niedrigerer Lohnkosten viel kostengünstiger operieren und dadurch die niederländischen Transportunternehmen aus dem Markt drängen. TLN ist grundsätzlich nicht gegen einen freien europäischen Transportmarkt, aber die derzeitigen sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Niederlanden und Osteuropa sind noch so groß, dass eine vollständige Liberalisierung der Kabotage unerwünscht ist.

TLN ist sehr erfreut, dass Ministerin Schultz van Haegen den Standpunkt von TLN übernimmt und sich in Brüssel für keine weitere Liberalisierung des Transportmarktes einsetzen wird. Nachdem die Niederlande ihre Position bezogen haben, ist nun Brüssel am Zug. Dort wird es in den kommenden Wochen zu einem harten Kampf zwischen den Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission kommen. Die Europäische Kommission wurde 2012 von den Regierungschefs der EU beauftragt, den Verkehr effizienter zu gestalten. Dazu gehört laut Kommission eine freie Kabotage. Aber fast alle Mitgliedstaaten sehen derzeit keinen Sinn in einer Freigabe der Kabotage. Die Zeit ist noch nicht reif dafür, und die Unterschiede sind einfach zu groß.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer schließen sich zusammen

TLN ist sich bewusst, dass es die Probleme nicht alleine lösen kann. TLN hat daher die Initiative ergriffen, gemeinsam mit den Gewerkschaften FNV Bondgenoten und CNV Vakmensen gegen die Probleme vorzugehen, vor allem aber konkrete Lösungen anzubieten. Durch das gemeinsame Vorgehen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern entsteht eine breite Basis. Unter anderem aufgrund von Berichten über Leiharbeitskonstrukte über Zypern und Gerüchten über den Einsatz philippinischer Fahrer entstehen derzeit auch viele Einzelinitiativen von Personen/Organisationen, die beispielsweise Straßen blockieren wollen. Natürlich teilen wir die Sorgen dieser Initiatoren. TLN schlägt jedoch bewusst einen eigenen Kurs ein. So ist TLN gegen öffentlichkeitsfeindliche Aktionen.

Durchsetzung von entscheidender Bedeutung

Für TLN ist es von entscheidender Bedeutung, dass Politik und Behörden einer einheitlichen und verschärften Durchsetzung der oben genannten Gesetze und Vorschriften in den Niederlanden und Europa viel mehr Priorität einräumen. Nur so können Auswüchse gestoppt werden. Dadurch entsteht das gewünschte faire Wettbewerbsumfeld auf dem Transportmarkt.

TLN wird sich auch in den kommenden Monaten weiterhin für einen fair funktionierenden Transportmarkt einsetzen. Selbstverständlich werden wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

QUELLE:  www.tln.nl

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