Grenzen offen für LZVs
BRÜSSEL/DEN HAAG – Längere und schwerere Lkw müssen die Grenze überqueren und nach Europa einfahren können. Das findet die CDA-Europaabgeordnete Corien Wortmann-Kool. Sie verweist auf die vielen Vorteile in einer Studie, die am Donnerstag im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments vorgestellt wurde.
„Das Ergebnis der Studie ist äußerst positiv. Es räumt viele Einwände der Kritiker aus“, sagt Wortmann. „Ich hoffe, dass diese Studie die Gegner im Europäischen Parlament davon überzeugt, den grenzüberschreitenden Verkehr mit diesen Lkw zuzulassen.“
Die sogenannten Ecocombis sind Lastwagen mit zwei Anhängern oder einem verlängerten Anhänger. Unternehmen können so mehr Güter auf der Straße transportieren und benötigen dafür weniger Lastwagen. Das spart CO2-Emissionen. Die Untersuchung zeigt, dass die langen, schweren Lastwagen für die Verkehrssicherheit und den Straßenbelag nicht schädlicher sind als normale Lastwagen.
„Das Ergebnis ist eine Unterstützung für den niederländischen Transportsektor. Dieser hat bereits gute Erfahrungen mit dem Ecocombi gemacht und möchte damit gerne über die Grenze nach Europa fahren.
EU-Kommissar Kallas (Verkehr) hatte sich bereits Ende 2012 für den Ecocombi stark gemacht. Er erklärte, dass die Fahrzeuge die Grenze überqueren dürften, sobald die Mitgliedstaaten untereinander eine Einigung erzielt hätten. „Leider ist dies noch immer nicht geregelt”, so Corien Wortmann.
Die CDA-Politikerin hofft, dass bald mit grenzüberschreitenden Transporten begonnen werden kann, die den Durchfluss der niederländischen Exporte verbessern. In den Niederlanden wächst die Zahl der Ecocombis rapide und derzeit gibt es bereits fast 1000.
QUELLE: Transport Online